Unsere Community - ein Ort, an dem alle so sein können wie sie sind? Das ist der Traum, auf den wir hinarbeiten! Und auf dem Weg ist es wichtig, von den verschiedensten Perspektiven zu lernen. Deshalb haben wir Interviews mit 6 Menschen geführt und gefilmt, die nicht nur zur LSBTIQ Community gehören, sondern auch auf anderen Ebenen Erfahrungen des “anders” Seins machen. Ihr könnt euch auf spannende Gespräche freuen!

Aktuelles

Wir beteiligen uns mit einem Panel zum Projekt an den IDAHOBIT* Heidelberg Aktionstagen des Queeren Netzwerks Heidelberg.
13.05.2021, 19 Uhr
An diesem Abend wollen wir mit den Heidelberger*innen ins Gespräch dazu kommen, warum sie an dem Projekt teilgenommen haben und welche Wünsche und Forderungen sie für die Heidelberger Community haben. Das Panel wird online stattfinden. Es wird die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen.

 --> Danke für den schönen Abend und den Austausch! Leider konnten einige Menschen nicht teilnehmen, weil es mit unserer Zoom-Version Probleme gab und wir nicht daran gedacht haben, die Telefoneinwahl mitzukommunizieren. Das tut uns sehr Leid! Wir werden die Veranstaltung bald wiederholen und freuen uns, wenn dann mehr Menschen teilnehmen können.

Das Team

Wer steht hinter dem PLUS-Projekt “LSBTIQ und noch viel mehr”? Neben den 6 Menschen, die wir interviewt und gefilmt haben und unseren Unterstützer*innen wurde das Projekt vor allem durch Theresa und Minvydas als Ehrenamtliche und Em als Hauptamtliche*r bei PLUS auf die Beine gestellt. Sie haben das Konzept ausgetüftelt, Interviewpartner*innen gesucht und gefunden, die Interviews gefilmt und geschnitten usw. Dank geht auch an die Organisationsleitung und Buchhaltung von PLUS für die Unterstützung bei Antrag und Abrechnung.

Das möchten Theresa, Minvydas und Em noch zum Projekt sagen:
“Als weißer bisexueller cig-gender Mann habe ich unheimlich viel gelernt. Ich habe das Gefühl, so viele und für mich persönlich neue Geschichten gehört zu haben, die sehr interessant sind und ich hoffe, dass mehr Menschen diese Geschichten und Menschen kennenlernen werden” - Minvydas

“Als Interviewerin hatte ich die Möglichkeit Fragen zu stellen, die nicht nur spannende und überraschende Antworten bereit hielten, sondern auch diverse Lebenswege sichtbarer und greifbarer machten. Wir hätten stundenlang weitermachen wollen.” - Theresa

“Von der ersten Ideen zu den fertigen Videos war es ein langer Weg- der sich mehr als gelohnt hat! Ich möchte mich bei allen Beteiligten ganz herzlich bedanken!” - Em

Video 1 - Lauras Interview

Was ist autistischer Stil? Welche Überschneidungen haben autistisch Sein und queer Sein? Und was hat Kuchen damit zu tun?

Laura ist autistisch, non-binary, asexuell und gray-aromantisch. In unserem Interview beantwortet Laura die oben gestellten und weitere Fragen und gibt uns einen Einblick in die Lebenserfahrung von autistischen queeren Menschen (ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit natürlich). Außerdem teilt Laura die eigene Sichtweise auf die autistische und die queere Community, erklärt warum viele und flexible Labels wichtig sein können und plädiert für mehr barrierearme queere Cafés.

Empfehlungen:
#ActuallyAutistic #AskingAutistics

Podcast (Englisch): Autistic Liberation Theology

Blog: WibbleyWobbleyMinds
Internationales Netzwerk (Englisch): The Asexual Visibility & Education Network
Autistische Tagung (Englisch): Autscape


*Laura verwendet im Video den Begriff „neurotypisch“. Mit diesem Wort werden Menschen bezeichnet, deren neurologische Entwicklung und Verfassung von der Mehrheitsgesellschaft als „normal“ angesehen wird.

Video 2 - Nicolas Interview

Mit Rollstuhl in die UnheilBar? In Nicolas Interview geht es darum, wie sich seine Behinderung und sein schwul Sein beeinflussen und was unsere Community in Sachen Barrierefreiheit (vor Ort und im Netz) noch zu tun hat.

Empfehlung:
queerhandicap e.V.

Video 3 - Sandras Interview

Als Schauspielerin, Regisseurin und Rapperin ist Sandra öffentlich sichtbar – für Rom*nja keine Selbstverständlichkeit, für queere Rom*nja noch weniger. Sandra spricht in ihrem Interview aus der Perspektive einer queeren Romni über Vorurteile, Stigma, Unsichtbarkeit und dem Druck zum Coming-out. Sie erzählt außerdem von Verbündeten und künstlerischem Aktivismus und teilt ihr Ideen zu einer inklusiveren, vielfältigeren Community.

Empfehlungen:
Roma Armee
Queer Base
RomaniPhen
E-Romnja
Guivlipen

Video 4 - Moniques Interview

In unserem vierten Interview teilt Monique ihre Erfahrungen als Schwarze, lesbische Frau, die aus Jamaika nach Deutschland geflohen ist. Sie erzählt, was ihr geholfen hat und möchte queere Frauen of Colour dazu ermutigen, auf die Suche nach Community zu gehen.

Empfehlung:
Unicorn Refugees

*Wir schreiben „Schwarz“ mit großem „S“ und „Personen of Colour“, weil es sich dabei um Selbstbezeichnungen von Schwarzen Menschen bzw. Personen of Colour handelt. Diese Selbstbezeichnungen verweisen auf eine gesellschaftliche Positionierung im Kontext von Rassismus-Erfahrungen und Emanzipation.

Video 5 - Olcays Interview

Olcay spricht im Interview über seine Arbeit, sein Coming-Out und seine Auseinandersetzung mit Religiösität. Als schwuler muslimischer Mann mit türkischem Background hat er in muslimischen und migrantischen Communities und in der queeren Community viel Kraft und Unterstützung gefunden und auch Diskriminierungserfahrungen gemacht. Was ihn in seiner Arbeit motiviert ist, für andere Menschen die Person zu sein, mit der sie sich identifizieren können. Er rät dazu, sich in schwierigen Situationen wie dem Coming Out professionelle Hilfe dort zu holen, wo man sich nicht erklären muss. Sein persönlicher Slogan ist „In der Vielfalt liegt die Stärke“- was Gott damit zu tun hat, welche Rolle „Prayers for Bobby“ in seinem Leben gespielt hat und bei welchem Sommercamp ihr definitiv vorbeischauen solltet erfahrt ihr im Interview.

Empfehlungen:
Weissenburg e.V.

tgbw

Schwules Sommercamp

YASEMIN

Liberal-Islamischer Bund e.V.
MARUF

Video 6 - Rzougas Interview



Rzouga ist eine genderqueere Dragqueen aus Tunesien und hat vor 3 Jahren Asyl in Deutschland beantragt. Im Interview spricht Rzouga über persönliche Erfahrungen, aber auch darüber, warum es hier und international noch viel gegen Diskriminierung aller Art zu tun gibt. Rzouga plädiert an privilegierte Menschen in der deutschen lsbtiq+ Community, ihre Ressourcen in den gemeinsamen Kampf für Gleichberechtigung einzubringen, und ermutigt junge lsbtiq+ Geflüchtete, ihren Platz in der Community einzufordern.

Empfehlung:

Unicorn Refugees

*Rzouga verwendet im Video den Begriff "White Saviour". Damit wir das Phänomen beschrieben, wenn sich weiße Menschen als Retter*innen von Schwarzen Menschen/Menschen of Colour verstehen und durch ihr "Helfen" von oben herab rassistische Machtstrukturen noch verstärken anstatt sie abzuschwächen. Im Gegensatz dazu steht ein Engagement für einander auf Augenhöhe inklusive kritischer Auseinandersetzung mit den eigenen Privilegien.